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Das besondere Verhalten im Training (Reiho/Etikette):

Reiho im Dojo

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Reiho ist nicht einfach nur Etikette, sondern fördert Respekt und Gemeinschaftssinn sowie die Disziplin gegenüber sich selbst und das Verhalten gegenüber der Gesellschaft.

Die hier genannten Verhaltensregeln gelten gleichermaßen für hochgraduierte Dan-Träger wie auch Anfänger und sind in allen Dojos gleich; so entstehen keine Unsicherheiten beim Training in anderen Dojos oder auf Lehrgängen. Wenn das eigene Verhalten mit dem der anderen übereinstimmt wird man voll akzeptiert

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Allgemein gilt:

  • Betreten und Verlassen des Dojo werden von einer respektvollen Verbeugung in Richtung Kamiza begleitet (die Hände liegen dabei auf den Oberschenkeln, die Augen sind zu Boden gerichtet, Oberkörper 30 Grad mit geradem Rücken geneigt).

  • Rechtzeitig vor dem Beginn des Trainings wird die Halle gereinigt. Es ist jeder Schüler in der Pflicht, sich daran zu beteiligen.

  • Wer verspätet zum Keiko erscheint betritt die Halle leise, ordnet sich ruhig in den laufenden Trainingsbetrieb ein und bittet den Sensei um Entschuldigung. Generell ist es erstrebenswert, pünktlich zu sein, da mit jedem Nachzügler der Ablauf des Keiko gestört wird und man vor allem einen Teil des Unterrichtes verpasst.

  • Aufstellung zu Beginn und am Ende des Trainings in einer Reihe gegenüber Kamiza, der Höchstgraduierte ist immer von der Tür am weitesten entfernt.

  • Regeln für das Aufstellen in einer Reihe: Bogu-Träger zuerst, unter sich geordnet nach Graduierung, bei mehreren gleich Graduierten dann geordnet nach Alter. Es folgen Anfänger, geordnet nach 1. nach Graduierung, 2. nach Alter.

  • Einen im Seiza sitzenden oder auch stehenden Kendoka passiert man, indem man hinter ihm vorbei geht. Wenn es unumgänglich ist vor ihm vorbei zu gehen verbeugt man sich leicht.

  • Beim Training (Keiko) mit einem neuen Partner verbeugt man sich leicht (Hände am Körper, der Blick in die Augen des anderen gerichtet, Oberkörper bei 15 Grad mit geradem Rücken geneigt).

  • Beim Keiko mit einem neuen Partner verbeugt man sich leicht. Bei Beginn entschuldigt man sich mit den Worten „Onegai shimasu!“, am Ende bedankt man sich mit „Domo arigato gozaimasu!“

  • Steht ein Sensei (= Lehrer) unter den Trainierenden geht man immer hinter ihm vorbei.

  • Die eigene Ausrüstung sollte ordentlich beieinander liegen, persönliche Dinge in einem Beutel anbei. Man sorge dafür, daß Rüstung und Bekleidung intakt, sauber und ordentlich sind und behandle sie mit Respekt.

  • Die Rüstung wird immer im Seiza angelegt.

  • Liegt auf dem Boden ein Shinai oder ein Bokken geht man darum herum und tritt nicht darüber hinweg.

  • Die am Boden aufgestellte (Aus-)Rüstung eines anderen Kendoka berührt man nur, wenn es gar nicht anders geht.

  • Es ist wichtig, eine gute Waffe zu haben. Deshalb achte man immer darauf, daß das Shinai stets in korrektem Zustand ist und man andere und sich selbst durch Splitter oder lose Stäbe nicht verletzt. Vor und nach jedem Training ist der Shinai- Zustand zu kontrollieren.

  • Wenn es nicht mehr anders geht und man eine Pause machen muss bitte man den Sensei kurz darum und störe dabei nicht die anderen.

  • Während einer Pause oder während Unterweisungen durch den Sensei ist es unangebracht, durch Gespräche, Gelächter oder Unaufmerksamkeit zu stören. Auch setzt man sich nicht hin und lehnt nicht an der Wand. Das Abstützen auf dem Shinai ist nicht korrekt.

  • Man versuche, möglichst immer mit Höhergraduierten zu trainieren, um seine Fertigkeiten zu verbessern und seine Ausdauer zu stärken. Der Schüler bittet den Lehrer um einen Kampf, nicht umgekehrt.

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Und vor allem: Jeder hilft jedem! 

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